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Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes: wiss. Mitarbeiter/in, 7.5.

Der BStU ist eine obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Abteilung Bildung und Forschung ist für die Aufarbeitung der Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes durch Unterrichtung der Öffentlichkeit über Struktur, Methoden
und Wirkungsweise des Staatssicherheitsdienstes zuständig. Zur Erfüllung dieser
Aufgabenstellung suchen wir :
eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter

Tarifbeschäftigte/Tarifbeschäftigter
höherer Dienst
Entgeltgruppe 13 TVöD

Die Stelle ist befristet gemäß § 14 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) für 2 Jahre. Bewerber, die sich zu einem früheren Zeitpunkt bereits in einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis beim Bund befunden haben, können im Bewerbungsverfahren nur dann berücksichtigt werden, wenn dieses Arbeitsverhältnis länger als drei Jahre zurückliegt.

Die zu lösenden Aufgaben tragen zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages, die
Öffentlichkeit über Struktur, Methoden und Wirkungsweise des Staatssicherheitsdienstes zu unterrichten, bei. Das Aufgabenspektrum wird geprägt durch zeitgeschichtliche und sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung, durch die Bearbeitung wissenschaftlicher
Einzelvorhaben sowie die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse.
Bei dieser selbständigen und eigenverantwortlichen Forschungstätigkeit geht es um die konzeptionelle und methodische Ausrichtung sowie die eigenständige Durchführung von umfassenden/komplexen Forschungsprojekten zu Struktur, Methoden und Wirkungsweise des MfS und die differenzierte Darstellung/Publizierung der Forschungsergebnisse in Monographien, Aufsätzen und Dokumentationen. Die Realisierung dieser Forschungsvorhaben umfasst auch Anleitungs- und Koordinierungsaufgaben gegenüber anderen wissenschaftlichen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen und Sachbearbeitern/Sachbearbeiterinnen, die in Abstimmung mit dem Projektleiter wahrgenommen werden. Die anzuwendende Methodik und die Wahl der Hilfsmittel für die Gestaltung dieser Tätigkeit liegen im eigenen Ermessen. Weitere Bestandteile dieser anspruchsvollen Tätigkeit sind die Erstellung von Gutachten und die Abgabe von Stellungnahmen, z.B. Anfragen aus der Behörde oder von politischen und judikativen Institutionen zu schwierigen Problemstellungen der zeitgeschichtlichen Einordnung
bestimmter Phänomene, Begriffe usw., wobei die Grundlage für die erfolgreiche
Realisierung dieser Leistung naturgemäß im kausalen Zusammenhang mit der
Forschungstätigkeit zu sehen ist.

Insbesondere arbeiten Sie an einem Projekt über die Zusammenarbeit zwischen dem MfS und dem sowjetischen Geheimdienst MGB/MWD/KGB von 1950 bis 1967. Als Teil der Bewerbung wird die Vorlage einer entsprechenden Forschungskonzeption erwartet.

Genauere Informationen zum Kontext der ausgeschriebenen Stelle können Sie von Herrn Dr. Douglas Selvage (douglas.selvage@bstu.bund.de) abfordern.

Anforderungen:

  • ein mit Promotion abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium, bevorzugt der Fachrichtungen Zeitgeschichte/Politikwissenschaft, mindestens mit dem Prädikat cum laude,
  • fundierte Kenntnisse der deutschen und russischen Zeitgeschichte, insbesondere der Geschichte der DDR und der UdSSR und ihrer Sicherheitsorgane,
  • ausgeprägte konzeptionelle Fähigkeiten sowie Beherrschung der Arbeitsmethoden sozialwissenschaftlicher und zeitgeschichtlicher Forschung,
  • Beherrschung der russischen und möglichst einer zweiten Fremdsprache des ehemaligen Gebiets der Warschauer-Vertrags-Organisation,
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen, auch möglichst in Russland,
  • nachgewiesene Erfahrungen in der Edition von historischen Quellen,
  • Kenntnisse des StUG, BDSG und Urheberrechts.

Wir bieten Ihnen einen verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Arbeitsplatz. Für den BStU ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Anliegen. Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle sind grundsätzlich möglich. Bei einer Einstellung kann Ihre bisherige Berufstätigkeit nach Maßgabe des Tarifrechts berücksichtigt werden.

Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung bevorzugt
berücksichtigt. Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt. Der Bundesbeauftragte gewährleistet die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Er ist bestrebt, den Frauenanteil zu erhöhen und daher an Bewerbungen von Frauen interessiert.

Aus den schriftlich eingereichten Bewerbungsunterlagen müssen sich die ausbildungs- und berufsbezogenen Tätigkeiten lückenlos ergeben. Mindestens die aktuelle berufliche Tätigkeit ist zwingend durch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, Beurteilung etc. nachzuweisen. Wenn derzeit keine Tätigkeit ausgeübt wird, ist ein entsprechender Nachweis über die zuletzt ausgeübte Tätigkeit vorzulegen. Ausbildungsabschlüsse sind durch Abschlusszeugnisse, aus denen die Gesamtnote und alle weiteren prüfungsrelevanten Noten oder Leistungsbewertungen ersichtlich sind, nachzuweisen. Darüber hinaus muss aus
den Bewerbungsunterlagen die persönliche Motivation für die Bewerbung um die ausgeschriebene Funktion deutlich werden.

Aus Kostengründen werden eingereichte Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist. Andernfalls werden die Unterlagen nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.
Ihre vollständige Bewerbung senden Sie bitte bis 07.05.2014 zu. Danach eingehende Bewerbungen können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Bewerbungen sind unter Angabe der Kennziffer 242.00 an den BStU, Referat ZV 1/03, 10106 Berlin oder an bewerbung@bstu.bund.de zu richten.

Quelle: http://www.bund.de/SiteGlobals/Functions/anlage/anlageGenericJSP?docId=928803&view=renderAnlage&contentId=5137782

Veröffentlicht inBildung / LehrePolitik / Verwaltung

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Ich wünsche alles Gute für die Bewerbung und freue mich immer über Erfolgsmeldungen!