Zum Inhalt springen

Behörde des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Projekt-Referent/in (w/m/d), 9.8.

Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat am 6. Juli 2017 beschlossen, die Aufarbeitung und Folgen der SED-Diktatur im Land Berlin zu evaluieren. Insbesondere folgende Themen sollen evaluiert werden:

1. Strafrechtliche und berufliche Rehabilitierung von Opfern politischer Verfolgung
2. Entschädigung und besondere Sozialleistungen für Opfer politischer Verfolgung
3. Beratungseinrichtungen für Opfer und Benachteiligte der Diktatur
4. Entwicklung der gesellschaftlichen Debatte über die DDR-Diktatur sowie eines Prozesses der Aussöhnung
5. Erinnerungskultur, historische Orte und Gedenkstätten
6. wissenschaftliche Aufarbeitung
7. historisch-politische Bildung und Demokratieerziehung.

Das Ziel ist die Erstellung eines Sachstandberichtes zum Stand der Aufarbeitung im Land Berlin sowie – auf dieser Basis – die Ableitung von Handlungsempfehlungen. Damit verbunden ist das übergreifende Ziel, „einen langfristigen Prozess der Evaluierung und Diskussion im Land Berlin anzustoßen.“

Die Behörde des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sucht aus diesem Grund zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Projekt-Referentin / einen Projekt-Referenten (w/m/d).

Bezeichnung: Tarifbeschäftigte/r
Entgeltgruppe: 13 TV-L
Besetzbar: ab sofort, vorerst befristet bis 31. Dezember 2021
Arbeitszeit: 100%
Kennzahl: 02/19

Aufgabengebiet

Koordination sowie inhaltliche und organisatorische Steuerung der Evaluation:

  • Prüfung und Kommentierung des Evaluationskonzeptes eines Dienstleisters für die Evaluierung
  • Ausschreibung/Angebotseinholung
  • Projektmanagement und -controlling
  • Prüfung von Arbeitspaketen sowie Arbeits- und Zeitplänen
  • Koordination und Betreuung eines Steuerungsgremiums für die Evaluation
  • Kontrolle der Umsetzung der Arbeitspakete sowie der Arbeits- und Zeitpläne entsprechend formulierter Vorgaben
  • Erstellung und Redaktion von Ergebnisdokumenten sowie Vorbereitung entscheidungsreifer Vorlagen

Zentraler Bestandteil der Steuerung der Evaluation wird die erfolgreiche Kommunikation mit unterschiedlichen Akteuren. Zu diesen Akteuren zählen

  • mit der Umsetzung der Evaluation zu beauftragende Dienstleister
  • Opfer und Benachteiligte der SED-Diktatur
  • Vertreter/innen von Opferverbänden und Aufarbeitungsinitiativen sowie anderen privaten Vereinen und Initiativen
  • Entscheidungsträger/innen diverser Fachressorts in Ämtern und Behörden
  • Entscheidungsträger/innen in Verbänden, Beratungseinrichtungen Wissenschaftsinstitutionen, Erinnerungsorten und Orten historisch-politischer Bildung
  • Mitarbeiter/innen des BAB
  • die Evaluation fachlich begleitender Expert/innen.

Formale Anforderungen

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium, vorzugsweise im Feld der Sozialwissenschaften, oder entsprechend gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen.

Fachliche und außerfachliche Anforderungen

  • Erfahrungen in der Steuerung von wissenschaftlichen Evaluationen mit mehreren Beteiligten/Nachweis von mindestens zwei Referenzprojekten (Thema, Kurzusammenfassung, Umfang in Tagen, Auftraggeber)
  • Koordinierungs- und Prozessteuerungskompetenz:
    Bei der Evaluation handelt es sich um ein komplexes und anspruchsvolles Vorhaben. Zahlreiche Institutionen, Einrichtungen und Organisationen mit sehr unterschiedlichen Aufgabenstellungen sind für eine Mitarbeit zu gewinnen, die verschiedenen Bestandteile der Evaluation zu koordinieren und als Ganzes im Sinne eines Projektes zu steuern.
  • Methodenkompetenz:
    Vertiefte Kenntnisse im Bereich empirischer Forschungsdesigns inkl. Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie in spezifischen Anforderungen und Methoden wissenschaftlicher Evaluation.
  • Kommunikationskompetenz:
    Die erforderliche Kommunikationskompetenz beinhaltet sowohl die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in gut verständlicher Sprache formulieren zu können, als auch mit hoher Sensibilität die jeweils passende Ansprache für die genannten Zielgruppen zu wählen.
  • Erwünscht sind vorhandene Kenntnisse zum Themenfeld der Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie in den Strukturen und Prozessen in Kommunal- und Landesverwaltungen.

Anforderungsprofil und Weiteres

Die detaillierten fachlichen und außerfachlichen Anforderungen und Kompetenzen sowie deren Ausprägung können dem Anforderungsprofil, welches auf Anforderung übersandt wird, entnommen werden (siehe Ansprechpartnerin). Es ist Bestandteil der Stellenausschreibung und damit Grundlage für die Auswahlentscheidung.

Für Bewerberinnen/Bewerber, die bereits im öffentlichen Dienst tätig sind, bin ich gehalten, im Rahmen des Auswahlverfahrens die aktuelle dienstliche Beurteilung / das aktuelle Zeugnis (nicht älter als ein Jahr) zu berücksichtigen. Sollte eine entsprechende Beurteilung bzw. ein entsprechendes Zeugnis nicht vorliegen, bitte ich, die Erstellung einzuleiten. Ferner bitte ich um Übersendung einer Einverständniserklärung zur Personalakteneinsicht unter Angabe der personalaktenführenden Stelle einschließlich des Bearbeiter/innenzeichens.

Bewerberinnen/Bewerber, die vor dem 13. Januar 1972 geboren sind, müssen im Zuge des Einstellungsverfahrens eine Erklärung abgeben, ob sie für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) oder das Amt für Nationale Sicherheit der DDR (AfNS) tätig waren. Voraussetzung für die Einstellung ist zudem die Zustimmung auf Überprüfung bezüglich MfS- und/oder AfNS-Mitarbeit.

Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, ist ausdrücklich erwünscht.

Die Bewerbung von Frauen, die die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, ist ausdrücklich erwünscht.

Anerkannte Schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte behinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie auf eine Schwerbehinderung ggf. bereits in der Bewerbung hin.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung mit tabellarisch abgefasstem Lebenslauf und den üblichen Unterlagen als zusammenhängende PDF-Datei bis zum 9. August 2019 an: Jakub Stoinski.

Ansprechpartnerin: Annett Schache

Zu finden unter https://www.berlin.de/aufarbeitung/karriere/

Gesines Jobtipps sind handverlesen und für Jobsuchende sowie Arbeitgeber*innen kostenfrei. Und ich verdiene mit ihnen meinen Lebensunterhalt – durch freiwillige Zahlungen.

Bitte unterstütz mich mit einem Betrag Deiner Wahl. Danke!

Published inEvaluation / QualitätsmanagementKommunikation / LobbyingKoordinationPolitik / VerwaltungProjekte / VeranstaltungenStellenarchivVollzeit