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Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale): Werkvertrag zur Vorbereitung eines künftigen Ausstellungsbereichs zum politischen Strafvollzug in der DDR, 12.2.

Die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) als Teil der öffentlich-rechtlichen Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt vergibt zum nächstmöglichen Zeitpunkt, frühestens zum 15.3.2021, einen Werkvertrag mit einem Werklohn in Höhe von insgesamt 18.000 Euro.

Zur Vorbereitung eines künftigen Ausstellungsbereichs zum politischen Strafvollzug in der DDR in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) soll im Rahmen des Werkvertrages ein eingelagerter Sammlungsbestand erfasst und fachgerecht inventarisiert werden. Der Bestand umfasst diverse Großmodelle und gefängnistypisches Mobiliar sowie ca. 170 Umzugskartons und Pakete mit sonstigen Objekten, Fotos, Dokumenten und Büchern. Die zuvor in Dessau auf 250 qm Ausstellungsfläche präsentierte Sammlung umfasst – überwiegend aus Dessau, aber auch aus anderen JVA in Sachsen Anhalt (Halle, Magdeburg, Naumburg, Thale) stammende – Exponate, über die zahlreiche Facetten des Strafvollzugs in der DDR (u.a. Haftbedingungen und Haftalltag, Arbeitseinsatz von Strafgefangenen, Ausbildung, Einsatz und Ausrüstung der Strafvollzugsangehörigen, Gefangenentransport) thematisiert werden können.
Da keine Dokumentation vorhanden ist, schließt die Erfassung und Inventarisierung neben der Objektbeschreibung, der Dokumentation des Erhaltungszustands und eines eventuellen Restaurierungsbedarfs auch die Klärung der Herkunft der Objekte sowie eine Kontextualisierung ein. Hierfür sollen auch Befragungen ehemaliger Strafvollzugsbediensteter, die die Sammlung seinerzeit aufgebaut und bis 2018 in Dessau auch pädagogisch betreut hatten, durchgeführt werden. Ziel ist die Erstellung einer Bestandsdokumentation und in diesem Zusammenhang auch die Erarbeitung von Objekttexten, die später als Grundlage für Ausstellungsinhalte verwendet werden können.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und soll in den Jahren 2021 und 2022 schwerpunktmäßig jeweils im Zeitraum von März bis September realisiert werden. Der/die Werkvertragnehmer/in wird hierfür vor allem im Jahr 2021 überwiegend im Bereich der der Gedenkstätte benachbarten Justizvollzugsanstalt Halle I tätig sein, auf deren Gelände die Sammlung eingelagert ist.

Wir erwarten von Ihnen:

  •  ein abgeschlossenes geisteswissenschaftliches Studium, vorzugsweise der Geschichte,
  • sehr gute Kenntnisse der NS-Geschichte und der Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone und DDR,
  • Erfahrungen in der Archivrecherche und im Umgang mit Zeitzeugen, selbständiges Arbeiten.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien, sonstige Qualifikationsnachweise etc.) bis zum 12. Februar 2021 in elektronischer Form an info-roterochse@erinnern.org.

Für Fragen stehen Ihnen Michael Viebig, Leiter der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), und Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg, gern zur Verfügung: 0345 470 698 331 bzw. 0391 244 559 21, info-roterochse@erinnern.org.

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Veröffentlicht in Halle-Leipzig