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Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt: pädagogische/r Mitarbeiter/in (w/m/d), 24.8.

Innerhalb der öffentlich-rechtlichen Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt ist in der Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale) im Rahmen eines internationalen Ausstellungsprojekts zum Reichskriegsgericht die Stelle

einer pädagogischen Mitarbeiterin bzw. eines pädagogischen Mitarbeiters (w/m/d)
(Entgeltgruppe 10 TV-L)

befristet zum schnellstmöglichen Termin bis zum 31. August 2022 zu besetzen.

Die Stiftung hat ihren Sitz in Magdeburg. Ihr Zweck ist es, „durch ihre Arbeit dazu beizutragen, dass das Wissen um die einzigartigen Verbrechen während der nationalsozialistischen Diktatur im Bewusstsein der Menschen bewahrt und weitergetragen wird. Es ist ebenfalls Aufgabe der Stiftung, die schweren Menschenrechtsverletzungen während der Zeiten der sowjetischen Besatzung und der SED-Diktatur darzustellen und hierüber Kenntnisse zu verbreiten.“

Die Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale) befindet sich in einem Gebäude der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als „Königlich-Preußische Straf-, Lern- und Besserungsanstalt“ zu Halle erbauten Haftanstalt. Die Nationalsozialisten wandelten das Gefängnis in ein Zuchthaus um und ließen in einer angeschlossenen Richtstätte zwischen 1942 und 1945 über 500 Menschen exekutieren. Nach Kriegsende nutzten verschiedene Dienststellen der sowjetischen Besatzungsmacht sowie ab Anfang der 1950er Jahre der DDR den „Roten Ochsen“. Dazu gehörte das Ministerium für Staatssicherheit. Die 1996 eröffnete Gedenkstätte erinnert an die von Verfolgungs- und Repressionsmaßnahmen Betroffenen von 1933 bis 1945 und 1945 bis 1989/90.

Vor dem Hintergrund langjähriger Forschungen zur NS-Militärjustiz erarbeitet die Gedenkstätte derzeit eine Wanderausstellung zum Reichskriegsgericht. Diese entsteht in Kooperation mit Partnereinrichtungen aus Frankreich, den Niederlanden, Norwegen sowie Polen. Die Eröffnung der Ausstellung ist für das Jahr 2022 geplant. Die mehrsprachige Ausstellung wird anschließend durch Europa touren und soll von pädagogischen
Angeboten flankiert werden.

Im Kontext des Wanderausstellungsprojektes obliegen der pädagogischen Mitarbeiterin / dem pädagogischen Mitarbeiter im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Entwicklung und Durchführung von Angeboten der historisch-politischen Bildung für verschiedene Zielgruppen
  • Mitwirkung bei der Erstellung der Inhalte für die Wanderausstellung
  • Erarbeitung eines Medienkonzepts für die Wanderausstellung unter besonderer Berücksichtigung pädagogischer Aspekte
  • Mitwirkung bei Recherchen und Begleitung von Forschungen zur Geschichte des Reichskriegsgerichts und zu von diesem verurteilten Betroffenengruppen und deren pädagogische Aufbereitung
  • Mitwirkung an Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und an Publikationen
  • Planung und fachliche Begleitung von Veranstaltungen im Kontext des Ausstellungsprojekts
  • Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten Partnerinstitutionen sowie mit den Angehörigen ehemals Verfolgter
  • Konzipierung, Durchführung und Auswertung von Zeitzeugeninterviews

Wir bieten Ihnen:

  • tarifgerechte Bezahlung
  • flexible Arbeitszeiten
  • Gestaltungsraum in einem kleinen engagierten Team
  • kollegialer Austausch innerhalb der Stiftung.

Dafür erwarten wir von Ihnen:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium der Geschichts-, Politik- oder Kulturwissenschaften bzw. einer artverwandten Studienrichtung
  • Erfahrungen in der historisch-politischen Bildungsarbeit bzw. in der Museums- oder Gedenkstättenpädagogik
  • Einschlägige Erfahrungen bei der Erstellung von Ausstellungen, insbesondere unter Berücksichtigung verschiedener Medien- und Vermittlungsformen
  • Expertise in der Realisierung von Zeitzeugeninterviews
  • Kenntnisse der deutschen Zeitgeschichte, insbesondere für die Zeit von 1933 bis 1945

Darüber hinaus sind erwünscht:

  • Kenntnisse der französischen und/oder niederländischen Sprache
  • Pädagogische Ausbildung
  • Ausgeprägte Kommunikations- und Organisationskompetenzen sowie eine hohe Belastbarkeit
  • Erfahrungen in der Team- und Projektarbeit
  • Kontakte und Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit gleichgearteten Einrichtungen
  • Ausgeprägte soziale Kompetenzen, Kommunikations- und Organisationsvermögen sowie hohe Belastbarkeit
  • Mobilität, Führerschein Klasse B

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.

Auskünfte zur Stellenausschreibung erteilen Ihnen Lars Skowronski (Tel.: 0345 4706 983 41, lars.skowronski@erinnern.org) und Michael Viebig (Tel.: 0345 4706 983 31, michael.viebig@erinnern.org).
Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 24.08.2020 (Datum des Poststempels) an die

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Personalstelle
Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg

Bewerbungsunterlagen werden nur unter Beifügung eines frankierten Rückumschlages zurückgesandt. Bewerbungs- und Vorstellungskosten können nicht erstattet werden.

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