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WILDCARD: Stelle in Cottbus (Menschenrechtszentrum Cottbus: Bildungsreferent/in, 15.3.)

Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ist ein ungewöhnliches Projekt in der Erinnerungslandschaft Deutschlands. Mitglieder des Trägervereins Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. sind mehrheitlich ehemalige politische Gefangene dieser Haftanstalt. Die Gedenkstätte ist politisch unabhängig, gehört keiner Stiftung an und wird zum großen Teil von Spenden, dem Bund, dem Land Brandenburg und der Stadt Cottbus finanziert.

In dem 1860 eröffneten "Königlichen Centralgefängnis" wurden im Nationalsozialismus wie auch in der DDR zahlreiche politische Gegner der NS-Terrorherrschaft und der SED-Diktatur inhaftiert. Als heutiger Ort des Gedenkens ist die Haftanstalt ein Beispiel bürgerschaftlichen

Engagements. Im Mittelpunkt stehen die ehemaligen politisch Verfolgten, denen in der Vergangenheit Unrecht angetan wurde.

Beim Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. ist ab dem 1. April 2021 eine Stelle als

Bildungsreferent(in) in Elternzeitvertretung zu besetzen. Die Vollzeitstelle ist befristet bis vorerst zum 27. März 2023. Eventuell ist eine anschließende Weiterbeschäftigung in Teilzeit möglich.

Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Leitung des Bildungsbereichs der Gedenkstätte; historisch-politische Bildungsarbeit zu Herrschaftsmechanismen, Opposition, Verfolgung und politischer Haft in der SED-Diktatur und der NS-Terrorherrschaft, Demokratie- und Menschenrechtsbildung
  • Konzeption und Umsetzung zielgruppengerechter Führungen, Seminare, Projekttage, Ferienworkshops, Jugendbegegnungen und weiterer Bildungsformate für Jugendliche (schulisch und außerschulisch)
  • Konzeption und Durchführung von Fortbildungen für Lehrer und Lehrerinnen, Fachkräfte und Multiplikatoren und Multiplikatorinnen zu den Themen der Gedenkstätte und Methoden der historisch-politischen Bildung
  • Einbindung von Zeitzeugen in der Bildungsarbeit
  • Planung, Mittelakquise, Durchführung und Nachbereitung von Bildungsprojekten
  • Vertretung der Gedenkstätte in Gremien der Jugendbildung und bei Fachtagungen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene
  • Erstellung von Bildungsmaterial zu den Themen der Gedenkstätte für Lernende und Fachkräfte
  • Zuarbeit zur Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Rundfunk, Social Media) im Rahmen von Bildungsprojekten
  • Beteiligung bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Ausstellungsprojekten der Gedenkstätte

Anforderungsprofil:

  • Abgeschlossenes Master-/Magisterstudium, vorzugsweise Hauptfach Neuere/Neueste Geschichte oder Public History mit Schwerpunkt NS-Zeit und DDR oder Politikwissenschaft
  • sehr gute Kenntnisse der Repressionsgeschichte der NS-Zeit und DDR und ihrer Nachwirkungen
  • Kenntnis geschichtsdidaktischer Konzepte und historisch-politische Methodenerfahrung (insbesondere Zeitzeugenarbeit, forschendes Lernen, lokale Jugendgeschichtsarbeit, Kreativ- und Medienwerkstatt)
  • Erfahrungen in der schulischen und/oder außerschulischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen
  • Interesse an der aktuellen Menschenrechtslage in der Welt
  • Erfahrungen im Projektmanagement
  • sehr gute Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache
  • sichere EDV-Kenntnisse in Word, Excel, CMS sowie möglichst auch Foto- und Videobearbeitungssoftware
  • Bereitschaft und Fähigkeit zu eigenständigem und teamorientiertem Arbeiten
  • ausgeprägte Kooperations- sowie Kommunikationsfähigkeit und hohe soziale Kompetenz sowie Einfühlungsvermögen für die Arbeit mit Zeitzeugen

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem hoch motivierten Team
  • eine vielseitige und abwechslungsreiche Arbeit mit jungen Menschen zu inhaltlich interessanten und komplexen Themen
  • die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und an der Weiterentwicklung der Gedenkstätte aktiv mitzuwirken
  • fachlich herausfordernde Tätigkeit in einer besonderen Institution

Die Eingruppierung erfolgt in Anlehnung an Entgeltgruppe 13 TV-L.

Hinweise: Es wird von dem/der Bewerber/in erwartet, einem Ersuchen um eine personenbezogene Auskunft an den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR zuzustimmen.

Bei gleicher Eignung werden Bewerbungen Schwerbehinderter bevorzugt. Ihre schriftliche Bewerbung – Emailversand auch möglich - mit den üblichen Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf, Zeugniskopien, Darstellung des beruflichen Werdegangs) richten Sie bitte bis zum 15.03.2021 (Eingang bei uns) unter dem Stichwort "Bildungsreferent(in)" an das

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.

Geschäftsführende Vorsitzende

Sylvia Wähling

Bautzener Straße 140

03050 Cottbus

sylvia.waehling@menschenrechtszentrum-cottbus.de

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Veröffentlicht in Berlin und Umgebung Halle-Leipzig Vollzeit