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Stiftung Deutsches Technikmuseum: 2 wissenschaftliche MitarbeiterInnen Provenienzforschung, 10.1.

Kennziffer 06/2019

39,4 Wochenstunden, Entgeltgruppe 13 TV-L, befristet auf 1 Jahr

Die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin ist eines der größten technikgeschichtlichen
Museen in Europa und verfügt über eine Sammlung von ca. 150.000 Exponaten, meist
Alltagsgegenstände und technische Objekte. Die Provenienz derartiger Sammlungen ist
insbesondere aufgrund der meist seriellen bzw. massenhaften Produktion im Vergleich etwa zu Kunstsammlungen relativ schlecht dokumentiert und wurde von Technikmuseen bisher nur
partiell – z.B. für Kraftfahrzeuge – untersucht.

Mit Unterstützung durch das Deutsche Zentrum Kulturverluste startet die Stiftung Deutsches
Technikmuseum Berlin das Modellprojekt „Identifizierung von NS-Raubgut in technikhistorischen Sammlungen“. Im Mittelpunkt steht die Identifizierung von Verdachtsmomenten bezüglich unrechtmäßigen Entzugs während der NS-Zeit. Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung einer allgemeinen Strategie für die Provenienzforschung an technikhistorischen Museen.

Für die Bearbeitung des Forschungsprojektes sucht die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt 2 Wissenschaftliche MitarbeiterInnen.

Arbeitsschwerpunkte

  • Entwicklung einer Strategie, mit der Technikmuseen ihre Provenienzforschung vorantreiben sowie sinnvoll und effizient an die Identifizierung von verfolgungsbedingt entzogenen Objekten herangehen können, u.a. durch die Bildung von Modellansätzen sowie Eingrenzung und Priorisierung von Teilbeständen
  • Identifizierung von Institutionen, Verfahren, Distributionen und Akteuren im NS-Staat, die in die Einziehung und Verwertung von Objekten, wie sie typischerweise von Technikmuseen gesammelt werden, involviert waren – sowie die Identifizierung und Erschließung entsprechender historischer Quellen
  • Provenienzforschung zu einzelnen Objektgruppen in Absprache mit den zuständigen
    SammlungsbereichsleiterInnen, insbesondere für den Zeitraum 1933 bis 1945, vor allem zur Ableitung verallgemeinerbarer Strategien. Identifizierung belasteter Provenienzen wie auch unverdächtiger Sammlungsbestandteile durch Bestandsaufnahme, Analyse und Erweiterung der vorhandenen Dokumentation
  • Ergebnissicherung, Präsentation von Arbeitsfortschritten und -ergebnissen auf
    Fachveranstaltungen sowie in Textbeiträgen (Homepage SDTB, Aufsätze); Einbringung in interne Prozesse wie Sammlungs- und Ausstellungskonzeptionen

Fachliche Anforderungen

  • Abgeschlossenes Studium (Magister/Master), vorzugsweise der Technikgeschichte,
    Geschichte, Kunstgeschichte oder Kulturwissenschaften
  • Gute Kenntnisse im Bereich der NS-Geschichte sowie der Technikgeschichte
  • Nachgewiesene praktische Erfahrung in der Provenienzforschung, inkl. Kenntnisse ihrer Fachdiskussionen und Akteure
  • Gute Erfahrungen im Projektmanagement
  • Vertrautheit mit der Archiv- und Bibliotheksrecherche

Außerfachliche Anforderungen

  • selbstständige, methodische und zielorientierte, interdisziplinäre Arbeitsweise
  • Organisationsgeschick, Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität, Einsatzbereitschaft,
    Verlässlichkeit
  • Sicheres und verbindliches Auftreten sowie Kommunikationsfähigkeit
  • Bereitschaft zur Durchführung von mehrtägigen Dienstreisen
  • gute Englischkenntnisse (in Wort und Schrift)
  • professioneller Umgang mit den üblichen IT-Werkzeugen wird vorausgesetzt,
  • wünschenswert sind Erfahrungen mit Objektdatenbanken

Es handelt sich um eine Position, in der Frauen unterrepräsentiert sind. Die Bewerbung von
Frauen ist daher ausdrücklich erwünscht.

Bei gleicher Eignung und Erfüllung der o.g. Anforderungen werden gemäß § 2 des Sozialgesetzbuches IX anerkannte schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt. Wenn Sie auf die genannte Förderung Wert legen, geben Sie bitte in der Bewerbung an, dass Sie anerkannte/r Schwerbehinderte/r sind.

Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Voraussetzungen der
Stellenausschreibung erfüllen, ist ausdrücklich erwünscht.

Im Rahmen des Auswahlverfahrens sind wir gehalten, auch die aktuelle dienstliche Beurteilung (nicht älter als ein Jahr) zu berücksichtigen. Sollte eine entsprechende Beurteilung nicht vorliegen, bitten wir darum, deren Erstellung einzuleiten. Ferner bitten wir um Übersendung einer Einverständniserklärung zur Personalakteneinsicht unter Angabe der
personalaktenführenden Stelle und des Bearbeiterzeichens.

Bewerbungen mit tabellarisch abgefasstem Lebenslauf, den Nachweisen über
Ausbildungsabschlüsse, Beschäftigungszeugnissen sowie bei im öffentlichen Dienst
Beschäftigten, mit einer Einverständniserklärung zur Anforderung und Einsichtnahme der
Personalakte, sind bis zum Ende der Bewerbungsfrist an die Stiftung „Deutsches Technikmuseum Berlin“, Trebbiner Str. 9 in 10963 Berlin zu richten. Evtl. im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstehende Reisekosten können nicht erstattet werden.

Bitte reichen Sie uns ausschließlich Kopien ein. Es wird gebeten, auf die Übersendung von
Sichthüllen zu verzichten. Bewerbungsunterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ein ausreichend frankierter Freiumschlag beigefügt ist. Nach Ablauf von vier Wochen des
Bewerberverfahrens und der erfolgten Benachrichtigung sehen wir von einer weiteren
Aufbewahrung ab, sofern uns keine gegenteilige Nachricht vorliegt.

Die Bewerbungsfrist endet am 10.01.2019. Die Vorstellungsgespräche werden im Januar 2019 stattfinden.

 

Zu finden unter https://sdtb.de/fileadmin/user_upload/_sti/Stellen/2017/Stellenausschreibung_06-2019_Provenienzforschung_17.12.2018.pdf

 

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